Montag, 10. März 2014

Nur ein Zufall?

Erstmal vorweg *juhuuuu* 1 Woche wieder ohne Zigarette ;-) Und dann, ja, ich bin wieder schwach geworden. Irgendwann Januar oder Februar hatte sich die Raucherei wieder bei mir eingeschlichen. Sowas geht so schnell, erschreckend schnell.
Nun ja, ich nahm es erstmal gelassen und dachte mir, dass ich eh bald wieder aufhöre, weil das Rauchen für mich eigentlich nicht mehr dazu gehörte. Ich setzte mir ein Ziel, und zwar den 3.03. vor 4 Jahren hatte ich das erste Mal erfolgreich an diesem Datum mit dem Rauchen aufgehört, also wollte ich es dieses Mal auch mit diesem Datum versuchen. Doch irgendwie war ich noch nicht wirklich bereit dafür, obwohl mir das Datum irgendwie Kraft gab. Dennoch wollte ich irgendwo in mir drin noch nicht wieder aufhören, zu sehr genoss ich das Rauchen, dieses "ich geh mal eine rauchen", dieses für mich sein, allein, ich und meine beruhigende Zigarette. Doch ich wollte stark sein und es wenigstens versuchen, also verschenkte ich am Sonntag Abend alle Zigaretten bis auf 3, die wollte ich noch rauchen. Am Sonntag Abend rauchte ich noch 2, blieb also noch eine.
Am Montag morgen, ich hatte Frühdienst, konnte ich leider doch nicht widerstehen und rauchte die Letzte aus der Schachtel. Den restlichen Tag verbrachte ich mit dem ständigen Gedanken daran, dass ich so gerne rauchen würde. Es war wirklich nicht schön. Doch irgendwie konnte ich den zu Ende bringen ohne eine weitere Zigarette geraucht zu haben.
Der nächste Morgen brachte neue Sehnsucht und der Wunsch zu rauchen wurde immer größer, er vernebelte meine Gedanken. An diesem Tag hatte ich frei. Ich brachte mein Kind zur KiTa und dachte mir, dass ich mir bei nächster Gelegenheit Zigaretten kaufen werde. Ich hatte kein Bargeld mehr, also konnte ich auf dem Weg zur KiTa schon mal keine kaufen.
Kind abgeliefert, machte ich mich auf den Weg zum Rewe. Am Eingang des Rewes gibt es einen Geldautomaten meiner Bank und dort wollte ich mir Bargeld besorgen. Doch leider war er defekt. Mist, dachte ich. Und ging erstmal einkaufen. An der Kasse angekommen, dachte ich, kauf doch einfach hier welche und du zahlst ja eh mit Karte. Ich schaute mich um, fand aber keine Feuerzeuge o.ä. auf Anhieb und warum auch immer hielt mich diese Tatsache vom Kauf der Zigaretten ab. Na gut, dachte ich, dann geh ich später zur Bank, wenn ich mein Kind abhole.
Als ich dann später bei meiner Bank ankam, steckte ich meine Karte in den Automaten und wartete.....und las "Vielen Dank für ihren Besuch" und dachte mir: "Höh, das steht doch immer erst nach der Geldausgabe da?" Dann passierte einfach nichts...nach einer Minute oder so, las ich auf dem Bildschirm des Automats, dass ein technischer Fehler aufgetreten sei und ich meine Karte entnehmen soll. Argh, schon wieder kein Bargeld für Kippen. So langsam fand ich das merkwürdig, warum ausgerechnet heute alle Automaten nicht funktionieren wollen.
Mein weiterer Weg führte mich zum C&A, ich musste dort eine Hose umtauschen. Ich hatte eine Hose eine Nummer zu klein gekauft und wollte nun die Hose für eine größere Größe umtauschen. Im C&A musste ich feststellen, dass es diese Größe nicht mehr gab. Nicht schlimm dachte ich, bekommst du halt gleich das Geld ausgezahlt und kannst dir Kippen kaufen. Also schlenderte ich noch etwas durch den Laden und was finde ich, die Hose die ich suchte in der richtigen Größe, an ganz anderer Stelle, als sie eigentlich hängen sollte. Jetzt musste ich schon fast hysterisch lachen, denn das bedeutete, dass ich schon wieder kein Bargeld haben würde. Kurz habe ich überlegt, ob ich so tun soll, als ob ich die Hose nicht gesehen habe :D
Und ich habe ganz vergessen, am Abend zuvor musste ich meine Tochter irgendwo mit dem Auto abholen und da dachte ich mir schon, wenn ich bei der nächsten Tanke vorbeikomme, hol ich Kippen, doch warum auch immer, kein Weg führte mich an einer Tanke vorbei. Ich hätte dafür einen Umweg fahren müssen und das wollte ich ja nicht.
Also alles in allem wurde mir so oft das Kaufen von Kippen zunichte gemacht, dass ich mich danach erst gar nicht mehr getraut habe welche zu kaufen^^ Ich nahm es als gutes Zeichen. Irgendwas hat mir geholfen stark zu sein. Ich bin nicht religiös und glaube nicht an Geister o.ä. Aber wenn dann doch mal so verwirrende Dinge passieren, macht man sich schon ein paar Gedanken. Es kann auch alles ein passender Zufall gewesen sein, wohin ich ja eher tendiere. Aber irgendwie ist das schon komisch.
Auch wenn ich jetzt erfolgreich eine Woche nicht geraucht habe, bin ich nicht geheilt. Ich will immer noch rauchen, jeden Tag aufs Neue :-/ Doch der Zufall hat mich bisher stark gemacht...ich sollte Danke sagen!!

Samstag, 8. März 2014

Die Trauer in mir!

Ich bin zu alt für diesen Quatsch. Doch eigentlich bin ich zu alt dafür, aber anscheinend noch nicht zu alt. Ich weiß nicht, ob man mir das ansieht oder anmerkt, anmerken würde, dass ich ein sehr emotionaler, zur Melancholie geneigter Mansch bin, dass ich mir immer und fast ständig Gedanken um mich und meine Mitmenschen mache und ihr soziales Gefüge, welchem ich innewohne. Ständig kreisen meine Gedanken um das Leben an sich, was ich mir von ihm erwarte, was es mir bisher gebracht hat und was es mir alles wieder nehmen könnte.
Heute habe ich einen Abend für mich und gebe mich ganz meiner melancholischen Seite hin. Ich glaube, ich brauche dieses Gefühl des traurig seins, damit es sich in Zeiten des Glücks wieder umso schöner anfühlt.
Das erinnert mich daran, wie oft ich als junge Frau traurig war. Wenn ich so daran zurück denke, muss ich schon fast darüber lachen. Ständig gab es etwas, weswegen man traurig sein konnte oder musste.
Wie oft ich mit mir allein war und bedauerte. Alles bedauerte. Mich. Die Welt. Das schreckliche Streben. Das Irren.
Wenn ich mich in meine traurige Stimmung fallen lasse, kann ich wegen so vieler Dinge so unendlich traurig sein. Ich mag diese Dinge gar nicht aussprechen, weil sie mir so kindlich und dumm erscheinen.
Ich muss dazu sagen, ich war schon lange nicht mehr traurig und das habe ich wohl meiner kleinen, tollen Familie zu verdanken. Nun, heute ist sie mal nicht da und ich allein, und somit habe ich viel zu viel Zeit für mich *lach* Zeit für zu viel Essen (ich habe zur Zeit so viel gutes Essen hier, dass wohl bald wieder was davon auf den Hüften zu spüren ist), ein Gläschen (oder auch 2,3,4) Sekt, traurige Musik und Gedanken, die man sonst ignoriert.
Worüber ich jetzt genau schreiben wollte, habe ich leider vergessen. Es tut mir leid. Vielleicht wollte ich über die Trauer, meine Trauer schreiben. Vielleicht. Ich wollte auch eigentlich mehr Zeit für meinen Blog aufwenden, doch leider, hat dieser keine Priorität, das Leben um mich herum, ist momentan sehr füllend. Deswegen werden wohl Blogeinträge erstmal rar bleiben.

Back to Topic: Irgendwo habe ich mal gelesen, das es mir im Gespräch schwer fällt mich entsprechend auszudrücken, ich dafür aber im geschriebenen Wort wesentlich mehr Tiefe erlange. Und so fühle ich es auch. Oft fehlen mir die Worte. Als ich noch jünger war, habe ich sehr oft irgendwelche (schlechten?) Gedichte geschrieben. In diesen habe ich oft besser beschreiben können, wie es mir geht. Wie es in mir drinnen aussieht, welche Emotionen mich beschäftigen. Sehnsüchte, Ängste, Trauer. Selten habe ich ein freudiges Gedicht geschrieben. Trauer, Angst beherrschen einen doch mehr, als einem lieb ist.

Manchmal bin ich traurig, weil ich gelebt habe, wie ich gelebt habe oder erlebt habe, was ich halt erlebt habe. Andererseits hat es mich ja zu dem gemacht was ich jetzt bin - doch ist das ok? Ist es für mich ok? Aber ändern kann man es ja doch nicht ;-) man kann nur die Erfahrungen mitnehmen. Und auch wenn die Isa als junge Frau oft traurig war, jetzt ist sie es nicht mehr (nur noch selten), jetzt blickt sie auf einen Haufen Erfahrungen zurück und hat etwas angst, dass die Erfahrungen weniger werden.

"Schmerz ist der letzte Befreier unseres Geistes.
Er allein zwingt uns in unsere letzten Tiefen zu steigen." F. Nietzsche

Egal welcher Schmerz, er erinnert uns an das Leben, an unser Leben, an die Endlichkeit, an die Kostbarkeit des Seins. An alles was sein könnte, an alles was nie war. Und an alles was vergangen und so nie wieder bestehen wird. Ja, er fordert uns auf zu handeln, zu verändern, zeigt uns, dass etwas falsch ist. Ohne Schmerz stagnieren wir, verweilen.


"Wie soll ich meine Seele halten
daß sie nicht an deine rührt?
Wie soll ich sie hinheben
über dich
zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie
bei irgendwas Verlorenem
im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle,
die nicht weiterschwingt,
wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles,
was uns anrührt,
dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Geiger hält uns in der Hand?
Oh - süßes Lied..." R.M. Rilke